Warum du lieber eine Geschichte erzählen solltest ... (Storytelling 1)

Aktualisiert: Juli 9


Es war einmal ... Als Kind bin ich mit Geschichten aufgewachsen. Begonnen hat meine Liebe zu "den Filmen im Kopf" mit den Gute-Nacht-Geschichten meines Vaters. Ich im Gitterbett und er daneben, meine Hand haltend entführte er mich in eine bunte Welt voller spannender Abenteuer. Vater erklärte mir so die Welt. Eine Welt, in der der Held oder die Heldin mutig hinausgeht und sich dem Drachen stellt. Die Steine, die im Weg liegen werden ab und zu umgangen, manchmal aus dem Weg geräumt und oft dienen sie auch als Bausteine für wunderbare Kunstwerke. Die finale Prüfung in Form des furchterregenden Drachen besteht der Held*in und kehrt als anderer Mensch wieder zurück. Auf zum nächsten Abenteuer.

Meine "Geschichtenreise" ging mit dem Lesen von Büchern weiter. Ein Haushalt ohne Fernseher, aber dafür umso mehr Filme im Kopf. Ich fühlte mich so stark wie Pippi Langstrumpf, ritt durch die Wüste mit Kara Ben Nemsi und Hadschi Halef Omar Ben Hadschi Abul Abbas Ibn Hadschi Dawuhd al Gossarah (habe ich mir bis heute gemerkt:)

Eine uralte Geschichte hat jedoch mein Leben verändert und meine Sicht am meisten und nachhaltig geprägt. Dazu später.


Geschichten sind wohl so alt wie die Menschheit. Sie helfen uns die Welt zu verstehen. Geben der Welt und seinen (sowie bewussten als auch unbewussten) Abläufen und Rhythmen Sinn. Geschichten erklären Zusammenhänge, Hintergründe und geben uns Halt und Orientierung.

Ob wir wollen oder nicht, Geschichten spielen eine weit größere Rolle, als wir vielleicht denken. Jeder Tag - ein bunter Strauß voller Stories. Deine Gedanken spielen permanent Situationen durch. Vieles davon sind Nacherzählungen oder Fiktion. Egal ob Nachrichten, das Verkaufsgespräch, das nette Mittagessen mit der Kollegin oder die Netflixserie am Abend - alles baut auf Geschichten auf.

Im Marketing nennt man das Geschichten erzählen "Storytelling". Uraltes Wissen wird nun als neue Marketing und Werbestrategie angepriesen. Gute Stories helfen, dass wir uns so mit einem Produkt oder Unternehmen viel besser identifizieren können

Wenn zum Beispiel, die erzählte Geschichte uns hilft den eigenen inneren Drachen zu töten. (Dove: Der Drache des vom Außen diktierten Schönheitsideals. Ist der besiegt, nehme ich mich so an, wie ich bin. Ich bin schön!)

Oder wir identifizieren uns mit dem Helden. (Red Bull. Immer in Verbindung mit den "mystischen" Helden des Alltags. Außergewöhnliche Leistungen, die für uns oft unerreichbar erscheinen.)

Gut erzählte Geschichten brauchen nicht nur eine Struktur, sondern auch eine ausgezeichnete Kenntnis über die menschliche Psyche - die Wünsche, Bedürfnisse und vor allem auch über die "inneren Drachen" der Menschen.


Was macht eine gute Geschichte aus?



Struktur









Worte, die Gefühle und innere Bilder auslösen.

Ein gutes Beispiel: die "kürzeste Geschichte der Welt"






Sorgfältig ausgewählte und glaubhafte Charaktere

Protagonist(en) und Gegenspieler






Spannung durch das gezielte

Auslösen von Gefühlen









Es gibt keine Situation im Leben, die durch eine gute Geschichte nicht leichter zu nehmen oder besser zu verstehen wäre. Gleich ob Arzt, Unternehmer, Verkäufer, Eltern oder eben Marketingprofis- Wir brauchen GUTE GESCHICHTEN!

Nun aber zurück zu mir. Die Geschichte, die mein Leben geändert hat. Sie ist ca. 2420 Jahre alt und ist eines der bekanntesten Gleichnisse der griechischen Philosophie:

Das Höhlengleichnis Platons hat mir die Augen geöffnet. Diese Geschichte hat mir deutlich gemacht, dass wir alle in einer von uns konstruierten Wahrheit leben. Es braucht den Mut des Helden*in die Welt zu gehen, diese immer wieder neu zu entdecken und in ihrer WIRKlichkeit erfahren zu können. Das Leben als Abenteuer, voller Stories, die erzählt werden wollen. Das Geschenk? Inneres Wachstum, das Verstehen größerer Zusammenhänge und inspirierende Kommunikation mit Mitmenschen.


Wenn du das Höhlengleichnis nicht kennst, lass auch du dich inspirieren.



Im nächsten Blogbeitrag erfährst du mehr über das Polaritätsprinzip. Geschichten (auch Brand-Stories) brauchen einen Spannungsbogen zwischen "gut" und "böse".














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