Alles beginnt mit deinen Gedanken (Teil 2)

Aktualisiert: Juni 22


Im Alter von sechs bis acht Jahren hast du angefangen, gewisse Gesetzmäßigkeiten in deiner Umwelt zu erkennen. Das Reich der Fantasie ein Teil deiner Realität.

Kinder in diesem Alter haben oft imaginäre Gefährten, die ihnen Schutz und Halt gewähren.

Im Zeitraum zwischen acht und zwölf Jahren schließt sich die Tür zum Unterbewussten. Du bist nun in der auf den Denkapparat fixierten Welt angekommen. Von nun an bist du hauptsächlich damit beschäftigt, Wissen zu vermehren. Wissen, das du in Einzelteile zerlegt und in Frontalvorträgen serviert bekommst (Geographie, Geschichte, Mathematik usw.). Ab diesem Zeitpunkt werden neue Glaubenssätze nur noch vereinzelt hinzugefügt. Die wichtigsten Regeln und Gesetze wie die Welt funktioniert, hast du bereits verinnerlicht. Deine nun gefestigten Glaubenssätze bestimmen deine Entscheidungen und Handlungen wesentlich.

Vieles von dem, was du nun denkst, läuft mehr oder weniger automatisch ab. Du vermehrst hauptsächlich Wissen.

In der Pubertät beginnst du Regel und Normen zu hinterfragen und beginnst dein „erwachsenes Ich“ zu formen. Glaubenssätze sind in dieser Zeit schon fest verankert.

Hast du dir schon einmal überlegt womit sich der größte Teil deiner Gedanken beschäftigt? In welcher Zeitspanne findest du diese Gedankengänge? Vergangenheit? Gegenwart? Zukunft?

Wir sind mit unseren Gedanken selten bei dem, was wir gerade tun. Viel zu oft kreisen unsere Gedanken in der Vergangenheit oder in der Zukunft. Die Vergangenheit beschert uns oft mit Gefühlen der Unzulänglichkeit, Schuld oder stärkt unsere Meinung, dass wir Opfer äußerer Umstände sind. Die Zukunft hingegen, bringt vielen von uns Zweifel, ob wir die Aufgaben auch schaffen und kommende Probleme lösen können. Ängste und Sorgen und vor allem Unsicherheit bestimmen unsere Gefühlswelt und beeinflussen unser Denken. Natürlich kann das Ausschweifen der Gedanken in Vergangenheit und Zukunft manchmal auch hilfreich sein, um zu lernen, oder etwas Konkretes zu planen.


Alex und Birgit unterhalten sich:

Alex: „...und dann hat mich Bernd gefragt, ob ich seine Nichte ...“ (die Unterhaltung läuft weiter)

Birgit (denkt, während Alex weiterspricht): „Der Bernd hat sich schon so lange nicht mehr gemeldet. Hat das vielleicht mit dem Streit mit Alex zu tun? Ich werde ihn mal morgen anrufen. Morgen... Ah ja, morgen darf ich nicht vergessen, Elisabeth das Mitteilungsheft in ihre Schultasche zu packen...“

Alex: „Was sagst du dazu, Birgit?“

Birgit: „Oh entschuldige, ich war wohl gerade nicht anwesend. Kannst du das nochmals wiederholen?“

So oder so ähnlich ergeht es uns sehr oft. Unsere Gedanken, lieben es zu springen und uns immer wieder mit Geschichten abzulenken.

Du gehst in die Küche und weißt nicht mehr, was du tun wolltest, weil dein Verstand dich mit anderen Gedanken beschäftigt hat.

In deinem Kopf kreisen permanent Gedanken – sie kommen und gehen – kreieren Geschichten, wie etwas in der Zukunft sein wird oder wie etwas hätte sein können.

Dein Denken ist also ein ständiger Monolog, der dich von einem Thema zum anderen führt – wobei du die meiste Zeit nicht einmal gewahr bist, was du gerade denkst!

Wusstest du, dass rund 20% unseres Energiebedarfs allein für das Gehirn verbraucht wird? Dies allein spricht doch dafür, seine Gedankenflut zu dämmen – weniger zu denken, oder? Eine von vielen möglichen Ansätzen, sich mit den eigenen Gedanken auseinander zu setzen, ist, sich der eigenen Gedanken zunächst einmal bewusst zu sein.


Die folgende Übung hilft dir. deine Gedanken zur Ruhe kommen zu lassen:

Mach eine kurze Pause. Blick dich im Raum um und betrachte alle Gegenstände, ohne irgendwelche Gedanken aufkommen zu lassen. Benenne keinen Gegenstand. Stell´dir vor, dass du alles in diesem Raum zum ersten Mal siehst. Vergiss nicht: Achte darauf so wenig wie möglich zu denken.

Gedanken sind flüchtig und frei, man kann sie ordnen, verwerfen oder einfach treiben lassen – und sie entstehen meist ohne direkten Anstoß von außen.“

(Quelle: spiegel.de; Neurowissenschaft: Die sieben größten Rätsel der Hirnforschung; Hauke Friedrichs und Sebastian Witte)

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